Die Frage nach Gott

 

Jeder Mensch spürt instinktiv, dass es eine übernatürliche Welt mit übernatürlichen Mächten gibt. Im Innersten weiß man, dass es in Bezug auf Gott Entscheidungsbedarf gibt.

Manche verdrängen dies mehr oder weniger erfolgreich, andere machen sich auf die Suche und probieren aus, was sich angeblich bewährt hat. Viele übernehmen einfach unkritisch, was ihnen das traditionelle Umfeld ihrer (Sub-)Kultur vorgibt.

Dabei ist die Frage nach Gott gleichzeitig die Frage nach Wahrheit: Lebe ich in der Realität oder in einer von Menschen erdachten Scheinwelt? In dieser Frage daneben zu liegen, bezeichnet die Bibel als „Sünde“, was schlicht und einfach Zielverfehlung bedeutet.

Es ist schon schlimm genug, Jahre seines Lebens am Ziel vorbei gelebt zu haben, aber hier gibt es noch die Möglichkeit der Korrektur. Viel wichtiger ist es, in Bezug auf die Ewigkeit Klarheit zu haben, denn dort gibt es ein „zu spät.“

 

Himmel und Hölle

Himmel bezeichnet nicht den Kosmos, sondern die übernatürliche Welt Gottes, in der unzählige Engel leben. Gott hat den Himmel für uns Menschen als ewige Wohnung nach unserem irdischen Leben vorgesehen.

Über die Hölle gibt es zahlreiche Vorstellungen unterschiedlicher Herkunft. Nach den Beschreibungen der Bibel ist die Hölle das Zuhause von Tod und Teufel, ein Ort fürchterlicher körperlicher Qual, schlimmer als alles, was in KZs, sibirischen Arbeitslagern oder sonst irgendwo zu erdulden war.

Nach unserem irdischen Dasein werden wir entweder im Himmel oder in der Hölle auf ewig weiterleben. Die Weichen sind dabei automatisch Richtung Hölle gestellt. Nur während des irdischen Lebens hat man die Chance, den Kurs zu ändern. Das geschieht nicht durch einen besseren Lebenswandel, sondern nur, in dem man das stellvertretende Opfer von Jesus Christus annimmt.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wurden Himmel und Hölle erfunden, um die Menschen mit der Angst vor der Hölle besser manipulieren zu können oder sie existieren tatsächlich. Wenn die zweite Möglichkeit wahr ist – schon, wenn sie nur wahr sein könnte – ergibt sich daraus dringender Handlungsbedarf!

 

Warum musste Jesus sterben?

Warum kann Gott nicht einfach allen Menschen vergeben und sie im Himmel aufnehmen? Wieso war es notwendig, dass Jesus diesen grausamen Tod am Kreuz erleiden musste, damit wir nicht in die Hölle kommen?

Nachdem Gott den Menschen geschaffen hatte, übergab er ihm die Autorität über die gesamte Schöpfung. Leider war der Mensch bereits nach kurzer Zeit Gott gegenüber ungehorsam und ordnete sein Leben dem Teufel (Diábolos = Durcheinanderbringer, Faktenverdreher) unter. Dadurch erhielten Tod und Teufel Autorität über die Menschen und die Schöpfung. Das kann man leicht erkennen, wenn man die täglichen Nachrichten betrachtet.

Weil Gott gerecht ist, kann er dem Teufel die legal erworbene Herrschaft über Menschheit und Schöpfung nicht einfach entreißen. Deshalb ließ Gott seinen Sohn Jesus als Mensch geboren werden. Der Gott-Mensch Jesus unterstand als einziger Mensch nicht der Herrschaft des Teufels und konnte dadurch die Menschen mit seinem stellvertretendem Opfertod freikaufen: Einer für alle.

Indem Gott Jesus anschließend von den Toten auferweckte, akzeptierte er dessen Erlösungswerk für die Menschen. Nun liegt es an jedem Einzelnen, ob er das stellvertretende Opfer Jesu in Anspruch nimmt oder weiterhin versucht, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Grundsätzlich ist diese „Errettung“ für alle Menschen geschehen, wirksam wird sie jedoch nur durch persönliche Annahme.

 

Wie werde ich gerettet?

Zuerst muss ich erkennen, dass ich mein Leben getrennt von Gott verbringe und mir eingestehen, dass mein eigenes Tun daran nichts ändern kann. Im nächsten Schritt bekenne ich diese Tatsachen vor Gott (nicht nur gedanklich, sondern durch Aussprechen) und lade Jesus ein, Herr meines Lebens zu werden. Damit stelle ich meine Lebensweiche Richtung Himmel und bin vor einer Ewigkeit in der Hölle errettet.

Wenn dann Jesus Chef in meinem Leben ist, bedeutet dies, dass mein Lebensstil, meine Wertvorstellungen und meine Ziele eine Neuorientierung brauchen. Dabei gibt es zwei unverzichtbare Hilfen: Die Bibel, die in zeitgemäßer Übersetzung gar nicht so schwer zu verstehen ist, und die Gemeinschaft mit anderen Christen, die den gleichen Lebensweg mit Jesus gehen.